DGPM-DKPM 2020 Vorprogramm

16 Mind the Gap – Forschung und Praxis im Dialog STATE-OF-THE-ART SYMPOSIEN Nonverbale Kommunikation in der Psychotherapie: Ein Überblick aktueller Studien zur nonverbalen Synchronisation U. Altmann (Jena) Wer folgt wem? Eine Metaanalyse zum Zusammenhang zwischen frühen Veränderungen und Arbeitsallianz: In dem Symposium sollen drei aktuelle Themen der Psychoherapieforschung dargestellt werden durch eine Zusammenfassung des Standes der Forschung und ak- tueller Konzepte, jeweils ergänzt durch Ergebnisse aus Studien der Arbeitsgruppen der Referentinnen. Wäh- rend die Frage nach dem Effekt und dem Prozess von Guppentherapien im Hinblick auf gesundheitspolitische Bemühungen um die Förderung von Gruppen relevant ist, stellen Studien zu Nebenwirkungen und Kunstfeh- lern ein hochaktuelles Feld der Qualitätssicherung in der Psychotherapie dar. Von grundlagenwissenschaftlicher Bedeutung sind aktuelle Studien, die sich mit nonverba- len Indikatoren des Psychotherapieprozesses, wie etwa die Synchronie im Bewegungsverhalten, befassen. C. Flückiger (Zürich, Schweiz) 14:30 – 16:00 Beziehung oder Technik – was zählt in der Traumatherapie? In Deutschland wird die Debatte um Stabilisierung oder Konfrontation mit besonderer Ausdauer und Intensität geführt. Durch diese Polarisierung besteht einerseits die Gefahr, dass den Patienten gut evidenzbasierte Be- handlungsstrategien wie Traumakonfrontation zu spät angeboten oder ganz vorenthalten werden, anderer- seits geraten möglicherweise Behandlungsoptionen für Patienten, bei denen diese Verfahren nicht wirken oder nicht angewendet werden können, aus dem Blickfeld. Ziel dieses Symposiums ist es, zunächst den State of the Art aus verhaltenstherapeutischer und psychodynami- scher Sicht darzustellen, um dann in der anschließen- den Diskussion nach Möglichkeiten der Integration bei- der Perspektiven zu suchen. Vorsitz: N. Fischer (Berlin) und J. Schellong (Dresden) Evidenzbasierte Traumatherapie und Barrieren zu ihrer Anwendung T. Michael (Saarbrücken) Evidenzbasierte Bescheidenheit in der Traumatherapie L. Wittmann 14:30 – 16:00 Kreativtherapie – eine Ressource für die Psychosomatik Kürzlich wurde von der WHO eine Literaturübersicht zur Wirksamkeit von Kunst und Kreativität für die Gesund- heit veröffentlicht, für die über 900 Studien ausgewer- tet wurden. Fazit: Die Künste verbessern die Gesundheit über die gesamte Lebensspanne in Prävention, Therapie und Nachsorge/Management bei chronischer Krankhei- ten. Sie sind nicht invasiv, Risiko-arm und teilweise preis- werter als herkömmliche Behandlungsformen, können kulturelle- und Bildungsbarrieren überwinden. Der Be- richt hält Regierungen dazu an, die Künste eine größe- re Bedeutung im Gesundheitswesen beizumessen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dies ist für uns Anlass, in einem State of the Art Symposium die Bedeutung künstlerischer Therapien für Psychosomatik und Psychotherapie aufzuzeigen. Vorsitz: P. Joraschky (Dresden), C. Schulze-Stampa (Ottersberg) Kunsttherapie D. Titze (Dresden) Musiktherapie N. Scheytt (Ulm) Tanztherapie M. Eberhard (Köln)

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